Life stories

Life stories

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Life tells a lot of stories. Some of them that I have lived in Italy, Tanzania, Berlin, Frankfurt, New Zealand or the rest of the world I would like to share here. Some might be sad, some philosophical, most will be funny. Most will be in English, but some may also be in German (and on rare occasions in Italian). Feel free to comment on any given story in either of these languages. I would love to hear what you think and feel when you read those stories.
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Neues Land, neue Möglichkeiten!

Life is funnyPosted by Jules Mon, October 02, 2017 23:55:09
Ich habe in einigen Ländern gelebt, und erst kürzlich fiel mir auf, in welcher Form das meinen Horizont erweitert hat. Ich ahne, dass es meine Offenheit maßgeblich beeinflusst hat.
Auch jetzt, mit meinem “Neustart” in Neuseeland stelle ich immer wieder fest, dass manche Dinge hier einfach anders angegangen werden. Bis vor kurzem wäre es für mich unvorstellbar gewesen (ohne dass ich mir darüber groß Gedanken gemacht hätte), dass es in einem westlichen Land keine Kfz- oder gar Flugzeughaftpflichtversicherung geben könnte, und erst nach meinem Kontakt mit spanischer Totenfürsorge ging mir auf, dass andere Länder faktische Lebenspartnerschaften anders schützen als in Deutschland.
Als wir neulich Freunde besuchten, die gerade ihr neues Haus bezogen, kam mir ein weiteres Beispiel unter: Als wir so das Haus besichtigten vernahm ich mit Erstaunen, dass das Haus bereits 90 Jahre alt sei. Bei der Holzbauweise der Häuser hier und der verhältnismäßig jungen Geschichte des Landes ein beachtliches Alter! Ungleich weniger erstaunt war ich, als ich dann hörte, das Haus sei erst seit 15 Jahren an Ort und Stelle! Die früheren Besitzer waren damals einfach mitsamt ihrem Haus umgezogen! Das mag bei der soliden deutschen Bauweise nur in seltensten Ausnahmefällen passieren und würde wohl eher Verwunderung auslösen, ist hier und in anderen Teilen der Welt dagegen nicht unüblich. Andere Länder, andere Möglichkeiten!



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Asterix erobert Rom, for real

Life is funnyPosted by Jules Thu, January 19, 2017 21:24:59
Ich war neulich zu einem Termin im Krankenhaus. Aufklärungstermin vor der für zwei Tage später angesetzten OP. Der Termin lag in der Mittagszeit und in meiner endlosen Naivität hatte ich mir für den Nachmittag dienstliche Termine gelegt. Naiv, weil ich die nächsten 2,5 Stunden durchs Haus gejagt werden sollte, was mir vorher niemand gesagt hatte: ahnungslos Urin abgeben, warten, Formulare (wiederholt) ausfüllen und abgeben, warten, mit der Ärztin sprechen, warten, warten, warten, bei der Anästhesie anmelden, warten, mit der Anästhesistin sprechen, warten, zum Patientenempfang, Nummer ziehen, warten, mit Nummer 1 sprechen, zur Station, fertig. Alles schön häppchenweise erfahren, als ich zwischendurch jeweils mit meiner roten Kladde wieder bei der Assistentin am Tresen stand. Kurz vor Ende, einen Termin hatte ich bereits sausen lassen, den anderen verschoben, frage ich - leicht ungehalten - wie lange das denn noch so weiter gehen solle, weil ich mir langsam vorkäme wie bei Asterix und Obelix ("Asterix erobert Rom"). Die Antwort: Sie sind gleich durch, und ja das hätte schonmal jemand gesagt, das sei ein guter Vergleich. Immerhin.

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Gesprächsfetzen (2)

Life is funnyPosted by Jules Sat, December 31, 2016 10:40:19
Die interessantesten Geschichten schreibt doch das Leben. Hier konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen - für die Mutter war das vermutlich nicht so lustig: Im Buchladen in Norddeutschland. Ein kleiner Junge, vielleicht 5?, zur Mutter: "Mama wir müssen jetzt bitte einmal nach Hause fahren." Die Mutter: "Wieso?" Der Junge, zeigt verschämt auf seinen Hosenboden: "Ich hab' hier rein gekackert." Mutter: "Nee, das ist jetzt nicht dein Ernst?!" Er, mit der gebotenen Ernsthaftigkeit: "Doch". Ich nehme an, sie sind "einmal" nach Hause gefahren. (Ich mag die norddeutsche Ausdrucksweise)

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Situationskomik im Sauniersalon

Life is funnyPosted by Jules Sat, September 24, 2016 23:05:10

In der Sauna.
Der lieblose, aber effiziente Aufguss ist gerade vorbei. Einige „Hartgesottene“ sitzen noch ein wenig in der feuchten Akazienblütenhitze, als ein junger Mann handtuchlos in die Sauna tritt und sich auf die unterste Stufe setzt.
Kaum sitzt er, schallt es von links schräg oben (empört): „Wo ist Ihr Handtuch?!“ und als der junge Mann verdutzt drein blickt, sichtlich ohne ein Wort zu verstehen, tönt es schon von rechts schräg oben: „You have to leave the sauna! You need a handkerchief (Anm.: = Taschentuch)!“
Verstört sucht der junge Mann das Weite und verlässt die Sauna so schnell, wie er sie betreten hatte (vielleicht noch ein bisschen schneller).
Die zurückgelassene Saunier-Gesellschaft befasst sich noch eine Weile damit, ob die Reaktion so nun richtig (oder vielleicht doch ein wenig zu ruppig) war, findet aber zu keinem eindeutigen Ergebnis.

Ob der junge Mann letzten Endes verstanden hat, was diese Deutschen von ihm wollten – man weiß es nicht und wird es wohl nie erfahren.



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The wrong kind of doctor

Life is funnyPosted by Jules Wed, June 22, 2016 03:13:34
Boarding a long haul flight, the flight attendant looks at my boarding pass and asks: "Is that a medical doctor you have?" - Me: "No." - Her: "Oh just lots of time at university then." And off I stroll to find my seat, wishing I had learned something useful and studied medicine.

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Gesprächsfetzen

Life is funnyPosted by Jules Tue, November 03, 2015 09:16:32
Gesprächsfetzen beim Vorbeigehen zaubern manchmal in der trübsten November-Stimmung ein Lächeln hervor:
Vor mir läuft ein grauhaariger Mann, an der Hand ein etwa dreijähriger Junge, gut eingepackt mit Mütze bei diesem kalten nebligen Herbstwetter. Sie laufen langsam und halten zwischendurch, um einen Stein oder ein Blatt aufzuheben. Ich will möglichst schnell zur Bahn, muss ja zur Arbeit! Wenn mich der Anblick auch rührt und an meine Kindheit erinnert, überwiegen doch der vermeintliche Zeitdruck und die Ernsthaftigkeit. Während meines "Überholvorgangs" darf ich folgender Unterhaltung lauschen: Der Junge: "Bringt mich heute die Mama zum Kindergarten?" Der Mann, erstaunt: "Aber nein! Heute bringe ich Dich zum Kindergarten, das siehst Du doch!" Der Junge: "Bist Du auch eine Frau?" Der Mann, wieder erstaunt: "Nein, ich bin doch ein Mann! Ich habe doch einen Pimmel!" Dann war ich schon außer Hörweite. Und hastete zur Bahn, mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht.
Life is funny.



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Von Schlüsseln, Humor und Problemlösungsstrategien

Life is funnyPosted by Jules Thu, February 05, 2015 21:41:37
Wenn es Gott wirklich gibt, dann hat sie Sinn für Humor. Einstweilen bleibt mir nur, das auf den Weltgeist zu schieben.

1. Freitag Nachmittag. Der Weltgeist beobachtet gelassen, wie Du Deine Handtasche im Büro umpackst - und wie Du Deinen Haustürschlüssel nicht umpackst. Er sieht Dir zu, wie Du fröhlich und nichts ahnend ins Wochenende entschwindest, mit dem Zug oder dem Flugzeug in ferne Städte reisend. Vielleicht lächelt er schon verschmitzt, als er Dich Sonntagabend keuchend Deinen Koffer nach Hause schleppen sieht, in der U-Bahn kämpfend, über das Kopfsteinpflaster ächzend. Als Du dann vor dem Briefkasten stehst, ist es mit der Sorglosigkeit vorbei. Erst ahnst Du etwas, dann erkennst Du Deinen Fehler - und kannst nur hoffen, dass der Haustürschlüssel im Büro liegt. So genau weißt Du das natürlich nicht. Der Weltgeist lacht!

2. 5:00 Uhr morgens, der Wecker klingelt. Der wache Weltgeist sieht amüsiert zu, wie Du Dich müde aus dem Bett kämpfst, hastig Deine Sachen zusammen suchst, mit der Geschäftstasche zur U-Bahn hetzt - und Deine Handtasche nicht umpackst. Er sieht, wie Du um 6:30 Uhr am Flughafen ankommst um zu bemerken, dass das BlackBerry mit dem Online-Boardingpass zu Hause geblieben ist, vielleicht in der Handtasche. Er folgt Dir auch im Geiste, als Du diese Hürde genommen glaubst, weil Du ja die Boardingkarte am Flughafen ausdrucken kannst, dann eben mit dem Personalausweis. Bis Du feststellst, dass auch Dein Portemonnaie offenkundig beschlossen hat, ohne Dich noch ein wenig auszuschlafen, mit Sicherheit in der Handtasche. Der Weltgeist lacht - und wie!
Vielleicht ist er aber auch nur an kreativen Problemlösungsstrategien interessiert, so genau konnte das bisher noch nicht erforscht werden.



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Kaffee-Freuden

Life is funnyPosted by Jules Tue, June 24, 2014 13:59:47
Am Lufthansa Abflug-Gate: Ich stehe an der Kaffeemaschine, vor mir eine dreiköpfige Reisegruppe, die verwundert vor der Maschine steht, als hätte sie so etwas noch nicht gesehen. Eine Wagemutige der kleinen Gruppe drückt wahllos einen Knopf - natürlich ohne einen der neben der Maschine bereit stehenden Becher darunter zu stellen, und wohl um zu testen, was der Kaffee kosten mag. Großes Erstaunen, als tatsächlich Kaffee aus der Maschine sprudelt: "Nanu, das ist ja kostenloser Kaffee! Wo gibt es das denn???" Die Reisebegleiter im Chor, sachlich feststellend: "Das ist eben Lufthansa." Fühlte sich an als wäre ich mitten in einen LH-Werbespot geraten. Wie schön, dass man sich heutzutage offenbar als Kunde über einen kleinen kostenlosen Filterkaffee freuen kann. Doch sagt das wohl auch noch etwas (anderes) über unsere Gesellschaft aus?

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Fast ein Groschenroman

Life is funnyPosted by Jules Mon, March 17, 2014 21:19:44
Als ich zu später Stunde an der Straßenbahn auf meinen Anschluss wartete, sprach mich ein älterer Herr an. "Entschuldigung, darf ich Sie etwas fragen?", begann er, und als ich ihm erst einmal meine Aufmerksamkeit geschenkt hatte, bat er um etwas Kleingeld.

Keine 8 Stunden später stand ich wieder an einer Haltestelle, diesmal in die andere Richtung fahrend. Um 6:30 Uhr war noch recht wenig los, als ich einen älteren Herrn auf mich zukommen sah. "Entschuldigung," sprach er mich an, "darf ich Sie etwas fragen?" Ich dachte ich wüsste, was kommen würde, doch er fuhr fort: "Wollen wir nicht heiraten?" - "Nein." antwortete ich, überrascht und wie aus der Pistole geschossen. Er: "Ich bin zu alt, nicht wahr?" Ich: "Ich bin schon vergeben." Er schürzte erschrocken die Lippen, schlug sich die Hand vor den Mund, stieß noch ein "Oh!" aus und verschwand wortlos, um sich wieder den Mülleimern zuzuwenden, die er nach Pfandflaschen durchstöberte.

Welch' bizarre Morgenszene.



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A Sunday lunch to remember

Life is funnyPosted by Jules Tue, December 10, 2013 16:03:29

One summer Sunday in Italy, I was invited for lunch with a group of an Italian family and their closest friends. It was an honour to be invited in the first place. And then the location: marvellous, on the veranda of a white villa, one of the few located right by the sea.

The housemaid, with the family for more than 30 years, was preparing an abundant meal, starting with her famous „focaccia“, then an assortment of antipasti, escalloped pasta and deep-fried seafood. That alone would have been worth the experience. While we were waiting for the other guests to arrive, we started conversing with an old man in his mid-80s, a friend of the family for decades (and more), whom they respectfully nickname „Don Giovanni“. He was the delight of the group, not only because he had a lot to tell and constantly kept speaking, but also because he openly admitted it was the advantage of being old that you could say and do whatever you liked. He impressively demonstrated that philosophy of his when he threw a noodle at his host.

Another funny incident was when it was time for dessert and it occurred to him that he had brought some tartlets, which unfortunately he had forgotten in the car – with outside temperatures of around 30° Celsius! The dessert was saved from the car and Don Giovanni did not miss the opportunity to point out that the cakes were so fresh they were still warm from the oven.

Of course some of the old stories were told of when Don Giovanni and his wife would go travelling with our hostesses father and mother. The latter, an impressively elegant lady, was present for lunch, and posed a stark contrast to Don Giovanni with her quiet character. Don Giovanni’s wife was also at the table, although it took me a while to understand that she was his „better half“. She looked young for her age, with her hair died in burgundy and her extravagant clothing. She seemed to be famous for her provoking character, and our host admitted that she had always intimidated him when he was younger, attacking his masculinity whenever she could – something that she still seemed to enjoy these days. Besides this illustrious group of older people, the children of the family were present, all in their twenties, a daughter and two sons, who had brought their girlfriends. Since that day one of the girlfriends was for the first time participating in a Sunday family lunch, it was quite a special occasion. But this younger group of people did not stand much chance in influencing the conversation that revolved around Don Giovanni. Finally, there was a couple at the table of which the man was a friend of our host - a politician that seemed rather important in terms of societal status. His girlfriend was about my age and seemed a straightforward person that knows exactly what she wants. Well, and then there was my friend who had brought me to this encounter, and the host couple. I have never experienced a very quiet encounter of Italians, and it was the same here, with Don Giovanni playing a major entertainment role.

Over lunch I listened carefully to the conversations, and when I was drifting away mentally for lack of understanding, I would study the fast movement of the hands as they supported the spoken words. I love the gestures that you can observe in the South of Italy – open your eyes when you drive behind an Italian car in the summer and you will see a hand sticking out of the driver’s window, dancing outside of the car to his inside conversation. Luckily, there are still many cars without air conditioning that far South. But I am getting off track here...

Well, it was a very colourful mix of people that Sunday afternoon, and a lunch to remember – for its very intimate Italian atmosphere that I was allowed to get a glimpse of, besides the excellent food I was offered. I will always treasure that memory.







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